Die 3 besten Tipps für Serpentinen

Interview mit Klaus

Die Seite www.kurvenreich.bike hat mich neugierig gemacht. Dahinter steckt unter anderem Klaus Spitzer, Fahrsicherheitstrainer, Tourenfahrer und Alpen Fan. Für uns plaudert er heute ein wenig aus dem Nähkästchen.


Klaus unterwegs auf dem Stelvio Pass
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Ich: Was macht Kurvenreich?


Klaus: Wir bieten Fahrsicherheitstrainings für Motorradfahrer nach den Richtlinien des DVR. Das sind ganztags Kurse, in denen wir angefangen beim Technik-Check, über langsam fahren, bremsen und ausweichen alles üben, was den Biker sicherer macht. Natürlich gibt es auch das Thema Kurven fahren. Das macht besonders Spaß und Du bekommst mehr Schräglagenfreiheit.

Ich: Was unterscheidet die normalen Trainings vom Kurventraining?


Klaus: Die Fahrsicherheitstrainings heißen bei uns Premium-Seminare. Kurven Trainings sind dann natürlich Kurven Seminare. Bei denen legen wir besonderen Wert darauf, dass die Teilnehmer lernen, besser in der Kurve zu sein. Wir trainieren die verschiedenen Kurvenstile, machen Brems- und Ausweichübungen in Schräglage und spielen mit dem Aufstellmoment. Die Blickführung und die Sitzposition spielen hier eine große Rolle. Deshalb geben wir individuelle Rückmeldungen für jeden Fahrer.

Ich: Mal ganz provokant: Ich komme ja jetzt auch schon um die Kurven. Welchen Mehrwert habe ich durch Dein Kurventraining?/ Was ist nach dem Kurven Seminar anders?


Klaus: Du kannst bei uns im Training ein Ausleger-Motorrad fahren. Das hat Flügel angeschraubt, die wir auf bis zu 50 Grad Schräglage verstellen können. Damit hast Du ein sichereres Gefühl, wenn es schräg wird. Das Ganze ist eigentlich nur Kopfsache. Die Stützräder lassen Dich mutiger werden. Du erfährst so, dass Schräglage auch am Maximum machbar ist. Das übertragen wir auf Dein eigenes Motorrad, weil Du im Wechsel damit trainierst. Am Ende wirst Du mit mehr Schräglagenfreiheit belohnt und kommst damit sicherer um die Kurve.

Ich: Ich will selbst dieses Jahr nach Österreich in die Alpen. Hast Du Tipps für mich für´s Serpentinen Fahren?


Klaus: Klar gibt es da Dinge, die Dir weiterhelfen könnten. Weil aber Motorrad fahren so ein individuelles Ding ist, helfen Tipps nicht jedem, weil jeder anders fährt. Mir hat in den Alpen das bremsen mit der Hinterradbremse geholfen.
Gepflasterte Serpentine

Da denkt man gar nicht dran und die Wirkung ist verblüffend. Die Hinterradbremse stabilisiert Dein Motorrad. Das merkst Du schon bei den Übungen zum langsam fahren. Wenn Du in einer Kurve die Hinterradbremse nutzt, kommst Du viel flüssiger um die Ecken. Deshalb ist das bei Serpentinen besonders interessant.

Hier geht es zur Edelweißspitze auf 2571m


Außerdem ist da noch die Blickführung! Wenn Du von oben kommst, solltest Du – soweit die Fahrbahn frei ist – mal einen Blick nach unten, in die nächste Kurve riskieren. Beim Hochfahren ist das manchmal schwieriger. Trotzdem hilft es mir ungemein, wenn ich weiß, was auf mich zukommt.

Geschafft!

Und zum Schluss noch das, was jeder Trainer predigt (lacht). In den Kurven lange außen bleiben. Ich hab so viele in den Alpen die Kurven schneiden sehen. Das kann böse ins Auge gehen.


Wo finden Deine Trainings statt?


Ich hab einen sehr guten Platz in Veitshöchheim. Da trainieren wir auf dem Exerzierplatz der Kaserne. Eigentlich sind es sogar zwei Plätze. Außerdem bin ich noch in Somborn, das ist in der Nähe von Alzenau und in Eppingen bei Heilbronn vertreten. Seit diesem Jahr kann ich auch den Platz beim Autokino in Gravenbruch (Neu-Isenburg) nutzen.

Wo kann ich mich anmelden?


Besuch einfach meine Homepage, da findest Du auch weitere Infos zu meinen verschiedenen Angeboten. Ich mach ja außerdem auch Trainings on Tour. In diesem Jahr sind wir im August im Kaunertal. Vielleicht sehen wir uns ja dann sogar.

Ich: Klaus, ich bedanke mich herzlich für das Interview und Deine wertvollen Tipps! 


Ich habe mich nach dem Interview für ein Kurven-Seminar bei Klaus angemeldet. Den Bericht dazu findest Du hier: Kurven-Seminar bei Klaus

Hier alle die Sites von Klaus: